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Bündnis EnergieWende Wiesbaden-Taunus

26. August 2020
von Hans-Werner Greß
Keine Kommentare

Windkraft auf dem Taunuskamm – wo denn sonst?

Kommentar zur aufgeregten Diskussion über die Windkraft in Wiesbaden
anlässlich des Urteils des Verwaltungsgerichts Wiesbaden vom 24.07.2020

silhouette of windmills under orange sunset
Photo by Pixabay on Pexels.com

Laut aktuellen Umfragen rangiert in der deutschen Bevölkerung der Klimaschutz auf Platz 1 der wichtigsten gesellschaftlichen Aufgaben. Eine überwältigende Mehrheit (89 %) befürwortet eine stärkere Nutzung der erneuerbaren Energien. Die Haltung in der Bevölkerung zugunsten von mehr Klimaschutz und erneuerbaren Energien ist also sehr positiv. Doch eine kleine, sehr lautstarke Minderheit macht regelmäßig Stimmung gegen diesen gesellschaftlichen Konsens und attackiert die Energiewende, insbesondere den Bau von Windkraftanlagen.

Um gehört zu werden, verwenden Windkraftgegner gerne die bekannten Methoden der Agitation: Falschdarstellung, Übertreibung, Dramatisierung. Mit Worten lassen sich Emotionen und Bilder erzeugen, die mit den Tatsachen nicht viel zu tun haben müssen. Wenn der Begriff „Kranich-Schredderanlage“ verwendet wird, muss man über das Für und Wider nicht lange nachdenken.

Angesichts solcher „Informationen“ verfestigt sich bei Bürgern schnell die Einschätzung: „Ja wenn das so ist, dann bin ich auch gegen Windenergie“ – und damit liegen sie intuitiv richtig, denn wenn die Behauptungen der Windkraftgegner stimmen würden, dann wäre der Bau dieser Anlagen tatsächlich nicht zu verantworten. Der Haken ist nur: die meisten Behauptungen stimmen entweder nicht oder nur in sehr kleinen Teilen, und das was stimmt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als unspektakulär und unproblematisch.

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6. Januar 2020
von EWWT
Keine Kommentare

Klimawandel in Hessen … und Wiesbaden verfehlt sein Klimaziel

Klimawandel in Hessen ... und Wiesbaden verfehlt sein Klimaziel
„Es ist Zeit zu handeln“ lautete das Motto des gescheiterten UN-Klimagipfels im letzten Monat in Madrid. „Ein Desaster“ urteilte Joachim Wille (Frankfurter Rundschau vom 11.12.2019); die Aussichten für die Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens seien nun „noch schlechter als vorher“. Aber die Abgesandten von Trump, Bolsonaro und dem australischen Premier Morrison standen in Madrid gegen den Rest der Welt und sie sehen sich – trotz ihrer Blockadehaltung – in ihren eigenen Ländern auf regionaler und kommunaler Ebene mit Klimaschutz-Aktivitäten konfrontiert. Im Falle von Australien leider auch mit einer vorhersehbaren, nationalen Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes.
 
Mit diesem Wissen um die globale Dimension lädt Sie und euch die Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen herzlich ein, am Mittwoch, dem 15. Januar 2020 um 19.30 Uhr ins Georg-Buch-Haus, Wellritzstraße 38 a, zu kommen, und den Lichtbildervortrag der Klimaforscherin Dr. Heike Hübener zum Thema „Klimawandel in Hessen“ zu sehen und zu hören. Wie und in welcher Weise hat sich das Klima in Hessen in der Vergangenheit geändert; wie sind unsere Zukunftsaussichten?
 
Dirk Vielmeyer, Vorsitzender des Klimaschutzbeirats der Landeshauptstadt Wiesbaden wird die anschließende Diskussion leiten und unter dem Motto “ … und Wiesbaden verfehlt sein Klimaziel …“ den Blick auf die Ebene der Stadt und uns als Stadtgesellschaft lenken. Think global – act local! Was ist aus dem 2007 vom Stadtparlament beschlossenen Vorhaben, bis 2020 den gesamten Energieverbrauch im Stadtgebiet um 20% gegenüber 1990 zu verringern und den Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch auf 20% zu steigern, geworden? Und was sind unsere Möglichkeiten und weiteren Pläne?
 
Veranstalter ist die Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen, Mitveranstalterin die Büchergilde Wiesbaden; sie wird brandaktuelle Bücher zum Thema „Klimakrise & Klimaschutz“ anbieten. Der Eintritt ist frei.