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Bündnis EnergieWende Wiesbaden-Taunus

30.000 demonstrieren für die Energiewende

30.000 fordern: „Energiewende retten – Wind und Sonne statt Kohle, Fracking und Atom“

In den Landeshauptstädten Düsseldorf, Hannover, Kiel, Potsdam, München, Mainz und Wiesbaden gingen am 22. März 30.000 Menschen gegen ein Ausbremsen der Energiewende auf die Straße. Sie kritisierten Pläne der Bundesregierung, den Ausbau von erneuerbaren Energien, insbesondere von Windkraft an Land und der Photovoltaik, einzuschränken. Redner forderten das entschlossene Weiterführen der Energiewende, nur dann werde die Politik dem Willen einer Mehrheit der Bürger und dem Schutz von Umwelt und Klima gerecht.

Die Demonstrationen wurden organisiert vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, dem Kampagnen-Netzwerk campact und zahlreichen regionalen Trägern. Auch Oppositionsparteien unterstützten die Kundgebungen.

4ooo Demonstrierende waren es in Mainz und Wiesbaden

Die Aufzeichnung des CastorTV Livestreams von der Demo vom Anfang bis zum Ende. Die einzelnen Redner können direkt angewählt werden. Die kurzen Unterbrechungen während der Redebeiträge bitten wir zu entschuldigen:

Bericht in der Hessenschau:

Alejandro Rodriguez über die Auswirkungen des Kohleabbaus in Kolumbien (das Förderland, aus dem Deutschland ein Drittel seiner Kraftwerks-Steinkohleimporte bezieht. 2013 bereits ca. 80 Millionen Tonnen, Tendenz steigend)

Herr Rodriguez, von Beruf Diplom-Biologe, ist in Kolumbien geboren und hat dort studiert (das Förderland, aus dem Deutschland ein Drittel seiner Kraftwerks-Steinkohleimporte bezieht. 2013 bereits ca. 80 Millionen Tonnen, Tendenz steigend). Nachdem sich die wirtschaftliche und soziale Lage in seinem Heimatland in den letzten Jahren sehr verschlechtert hat, verließ er Kolumbien und arbeitet seit sechs Jahren als wissenschaftlicher Mitarbeiter eines Biotechnologie-Unternehmens in Frankfurt. Gleichzeitig ist er weiterhin von Deutschland aus politisch für sein Heimatland aktiv und berichtet bei verschiedensten Gelegenheiten über die Auswirkungen des Kohleabbaus in Kolumbien. Zusammen mit verschiedenen Nicht-Regierungs-Organisationen und Bürgerinitiativen gründete er den Arbeitskreis Kohle Kolumbien, der informiert, Vernetzungen vorantreibt und Demonstrationen gegen den Ausbau von Kohlekraftwerken unterstützt. Herr Rodriguez wird uns den Zusammenhang zwischen deutscher Kohlepolitik und ihrer verheerenden Auswirkungen in Kolumbien nahebringen:

“Die Energiepolitik der großen Koalition begünstigt mit ihren Subventionen die großen multinationalen Energiekonzerne Eon, RWE und Co. Die Kohlekraftwerke in Deutschland und ihr Ausbau bedeuten für Kolumbien mehr Armut, Hunger, Menschenrechtsverletzungen, Umweltzerstörung, unerträgliche Arbeitsverhältnisse und Gewalt.
Die sozialen und politischen Organisationen und Bewegungen, die Arbeiter in den Kohleminen, die indigene Bevölkerung und die Campesinos in Kolumbien stehen in ständigem Widerstand gegen die Politik, die nur zu Begünstigungen der multinationalen Konzerne wie Drummond, Glencore und Goldmann Sachs führt.
Die einzige Hoffnung, die uns bleibt, ist die internationale Solidarität und die Globalisierung des Widerstandes auszurufen! Die Energiewende wird nur stattfinden, wenn die kolumbianische und die deutsche Bevölkerung gemeinsam dafür demonstrieren!”


Das Video wurde in den vergangenen Tagen (bis zum 31.03.2014) schon fast 1000x angeschaut!

Ein sehenswerter Beitrag auch von Quer-TV, der die Wiesbadener Attac Gruppe begleitet hat:

Wachstum ist endlich (Video 8:44 min.)

Die Energiewende wird zu Grabe getragen und damit die BürgerInnenbeteiligung an klimaschonender Stromerzeugung. Bundesweit demonstrierten am 23. März 30.000 Menschen für die Rettung der Energiewende.
Mitglieder von attac-Wiesbaden machten im Demozug in Mainz und Wiesbaden mit einer eindrucksvollen Aktion die Auswirkungen der Nutzung von Kohle- und Atomkraft hier und außerhalb Europas deutlich.
Die attac-AktivistInnen haben ihre Köpfe durch ein großes blaues Transparent gesteckt. Was wollen sie damit symbolisieren? Von einer Aktivistin erfahren wir, wie sie sich die Energiewende vorstellt und welche Erwartungen sie durch ihre Beteiligung an der Demonstration verknüpft. Wir begleiten die attac-Aktion und bekommen einen Eindruck von der Stimmung unterwegs. In den Reden werden die Drahtzieher der Bremse für die erneuerbaren Energien und die eigentlichen Profiteure benannt. Welche Forderungen haben die Bürgerbewegungen für die Erreichung einer Energiewende in Bürgerhand?
Zu Wort kommen:
  • Mitglieder von attac-Wiesbaden
  • Egbert Bilak (BUND Rheinland-Pfalz)
  • Ulrich Mohr (BUND Südpfalz)
  • Hubert Weiger (BUND Vorsitzender)
Die Musik am Ende des Videobeitrag ist vom Absinto Orkestra aus Wiesbaden.


Bericht in den Tagesthemen mit der Aktionsgruppe der AKTE (Taunussteiner Energiewende) „Die GroKo trägt die Energiewende zu Grabe“ im Anfangsbild: