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Bündnis EnergieWende Wiesbaden-Taunus

El Hierro – Energieautarkie – globales Vorbild für die Energierevolution

Kürzlich meldeten die Medien:

El Hierro, die kleinste der kanarischen Inseln ist seit Juni 2014 energieautark.

Energiegewinnung auf Kanaren-Insel – El Hierro ist Selbstversorgerin (TAZ)
Kanareninsel wird energieautark (energiezukunft)

Viel grün, fast immer blauer Himmel, gleichmäßige Passatwinde und viel Sonne: El Hierro hat genügend Erneuerbare Energien um sich selbst zu versorgen (Foto: Las Playas Punta Bonanza © wikipedia.org)

Viel grün, fast immer blauer Himmel, gleichmäßige Passatwinde und viel Sonne: El Hierro hat genügend Erneuerbare Energien um sich selbst zu versorgen (Foto: Las Playas Punta Bonanza © wikipedia.org)

Warum ist das für uns von Belang? Weil die Ergebnisse dort mit Vorhersagen für die deutsche Energiewende auffallend ähnlich sind. Weil für die vielen Inseln auf unserem Globus (175000 mit 600 Millionen  Bewohnern)  diese Lösung wie eine Blaupause ist, zum kopieren. Doch Eines nach dem Anderen.
El Hierro ist die kleinste und westlichste Insel der spanischen Kanaren. Sie wurde bisher von einem Ölkraftwerk mit Strom versorgt, 45% dieses Stromes wurde für Wasserentsalzung benötigt. Die 11000 Bewohner leiden unter Süßwasserarmut.

El Hierro Pumpspeicherwerk: Mit diesem Wasser können bei Flaute Turbinen zur Stromerzeugung angetrieben werden.

El Hierro Pumpspeicherwerk: Mit diesem Wasser können bei Flaute Turbinen zur Stromerzeugung angetrieben werden.

Durch den Aufbau von 5 Windrädern in Kombination mit einem Wasserspeicherkaftwerk ist El Hierro energieautark geworden und spart zusätzlich 2 Millionen EUR ein. Diese Mittel sollen zur Verkehrswende,hin zu Elektromobilität eingesetzt werden. Trotz der starken Sonneneinstrahlung in Äquatornähe spielt Photovoltaik keine tragende Rolle. Man setzt auf die starken Passatwinde um 8 m/sec .

Der vorherrschende Passatwind treibt fünf auf einem alten Vulkankegel stehende Windanlagen an, die etwa 11,5 Megawatt Strom liefern – mehr als die Spitzennachfrage von sieben Megawatt

Der vorherrschende Passatwind treibt fünf auf einem alten Vulkankegel stehende Windanlagen an, die etwa 11,5 Megawatt Strom liefern – mehr als die Spitzennachfrage von sieben Megawatt

 

2010 wurde in einer Studie des Fraunhofer Institut ZSW Stuttgart prognostiziert, daß durch Umstellung der Strom und Wärmegewinnung auf 100% erneuerbare Energien in Deutschland  nicht nur das klimatreibende Gas CO2 reduziert werden kann,sondern darüber hinaus Kostenvorteile resultieren. Daten: Anschubfinanzierung 180 Milliarden EUR; Break Even nach 15 Jahren; Amortisation nach 40 Jahren. In den 40 Anlaufjahren summieren sich die volkswirtschaftlichen Gewinne auf 950 Milliarden EUR , um danach jährlich 80 Milliarden EUR einzuspielen. Diese Mittel stehen dann für andere,den Klimawandel begrenzende Maßnahmen (siehe oben) zur Verfügung.
Quellen: www.goronadelviento.es und www.zsw-bw.de (100% Versorgung bis 2050).

Das ist die Antwort auf Aussagen der Leugner des Klimawandels und Skeptiker der Energiewende,die den Kostenanstieg von Strom durch erneuerbare Energien behaupten. Was Strom wirklich kostet,ohne Subventionen und mit Anrechnung des Schadstoffpotentials, ist unter www.wind-energie.de abzurufen. Wind 8,1 ct/kWh.  Kohle/Atom 14,8 -16,4 ct/kWh. In jeder Region/ Insel herrschen andere Bedingungen. Entsprechend vielfältig werden die Lösungen für die Energiewende ausfallen.

von Dr. Klaus Warzecha

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