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Bündnis EnergieWende Wiesbaden-Taunus

Fukushima mahnt – Campact übergibt Al-Wazir 216.000 Unterschriften für Energiewende


Bericht in der Hessenschau zum Fukushima Jahrestag und zur Campact Aktion in Wiesbaden

Unterzeichner fordern von Ländern, die Energiewende nicht auszubremsen / „Al Wazir muss verhindern, dass Sigmer Gabriel die Energiewende ausbremst“


Wiesbaden, 10.3.2014. Das Kampagnennetzwerk Campact hat dem hessischen Energieminister Tarek Al-Wazir heute in Wiesbaden über 216.000 Unterschriften für die Energiewende übergeben. Vor einem drei Meter großem Windrad forderten Campact-Aktive ihn auf, den Plänen von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel zur Reform des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) entschieden entgegenzutreten.

„Tarek Al-Wazir muss verhindern, dass Sigmar Gabriel die Energiewende ausbremst und ihm entschieden die Stirn bieten. Kommt Gabriel mit seinen Plänen durch, sind die schwarz-grünen Ausbaupläne für die Windkraft in Hessen Makulatur“, sagte Christoph Bautz von Campact. „Statt die kostengünstige Windenergie an Land zu deckeln, müssen Industrierabatte konsequent abgebaut und Kohlekraftwerke aus dem Netz gedrängt werden.“

Der für 2017 geplante Systemwechsel zur Ausschreibung von erneuerbaren Energien sei besonders problematisch. Die Investitionsrisiken und damit die Finanzierungskosten steigen. Für Windparks fallen erhebliche Projektierungskosten an, doch bei Ausschreibungen besteht keine Gewissheit, dass das geplante Projekt zum Zuge kommt. Daher zeigen die Erfahrungen in anderen Ländern, dass so die Ausbauziele nicht erreicht werden. „Gabriels Pläne wirken kostensteigernd, nicht kostendämpfend“, sagte Bautz. „Bürgerenergie in genossenschaftlicher und kommunaler Hand wird ausgebremst. Doch ohne Bürgerenergie fällt die Akzeptanz der Windkraft: die Energiewende droht zu scheitern“.

Für den 22. März hat Campact gemeinsam mit zahlreichen weiteren Organisationen in Wiesbaden und sechs weiteren Landeshauptstädten zu Großdemos für die Rettung der Energiewende aufgerufen. Unter dem Motto „Sonne und Wind statt Fracking, Kohle und Atom“ sollen dann Zehntausende Menschen auf die Straße gehen.

Zum Campact-Appell: www.campact.de/energiewende

Hintergrund zur Energiewende-Kampagne

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