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Bündnis EnergieWende Wiesbaden-Taunus

Premiere für „e-Carsharing“ in Wiesbaden

Premiere für „e-Carsharing“

Von links nach rechts: Jörg Gerhard, ESWE Verkehr Geschäftsführer, Sigrid Möricke, Wiesbadens Verkehrsdezernentin und Aufsichtsratsvorsitzende der ESWE Verkehr, Ingmar Jung, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie Udo Mielke, Geschäftsführer der book-n-drive mobilitätssysteme GmbH

Am Donnerstag, 31. Juli, eröffneten Sigrid Möricke, Wiesbadens Verkehrsdezernentin und Aufsichtsratsvorsitzende der ESWE Verkehr, Ingmar Jung, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Jörg Gerhard, ESWE Verkehr Geschäftsführer, sowie Udo Mielke, Geschäftsführer der book-n-drive mobilitätssysteme GmbH, die erste Stromladestation, die ausschließlich elektrobetriebenen Carsharing-Fahrzeugen vorbehalten ist. Unter dem Begriff „e-Carsharing“ können ab sofort in einer für die Landeshauptstadt bislang einzigartigen Kombination e-mobile und Carsharing-Angebote miteinander verknüpft werden.


Gemeinsame Träger des „e-Carsharing“-Pilotprojekts sind der im Rhein-Main-Gebiet größte Carsharing-Anbieter book-n-drive und die Wiesbadener ESWE Verkehrsgesellschaft, die damit ihre Philosophie einer vernetzten Mobilität unterstreicht. „Die situative Pkw-Nutzung, wie Carsharing sie darstellt, kann die Angebote des öffentlichen Nahverkehrs sinnvoll ergänzen“, erklärte Gerhard. Die neue Ladestation befindet sich auf dem Firmengelände der ESWE Verkehrsgesellschaft im öffentlich zugänglichen Bereich vor der Pforte zum Omnibusbetriebshof in der Gartenfeldstraße.

Finanziell gefördert wird das auf die Dauer von zwei Jahren angelegte „e-Carsharing“-Pilotprojekt von der hessischen Landesinitiative „Strom bewegt“, die in diesem Fall durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst vertreten wird sowie von der städtischen WVV Wiesbaden Holding GmbH und dem Innovations- und Klimaschutzfonds der ESWE Versorgungs AG.

Bei den beiden Pkws, die jetzt an Wiesbadens erster Ladestation für „e-Carsharing“-Fahrzeuge zur Ausleihe bereitstehen, handelt es sich um Elektroautos vom Typ „Citroën C-Zero“. Die 3,48 Meter langen Kleinwagen verfügen über fünf Türen und vier Sitzplätze; sie bringen eine Motorleistung von 47 Kilowatt (64 Pferdestärken) auf die Straße und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 130 Kilometern pro Stunde. 16 Kilowattstunden beträgt der Energieinhalt der eingebauten Lithium-Ionen-Batterien, deren Spannung bei 330 Volt liegt. Die neue Ladestation selbst verfügt über zwei Aufladeanschlüsse: Einer davon ermöglicht einen rund 30 Minuten dauernden Schnellladevorgang, während für das gleichzeitig mögliche Standard-Laden des zweiten Fahrzeugs rund sechs Stunden benötigt werden. Ebenso wichtig wie die Ladedauer ist bei Elektroautos stets die Reichweite: Mit voll geladener Batterie kann man mit dem kleinen Citroën etwa 150 km weit fahren.Jung betonte: „Alle Wiesbadener Bürgerinnen und Bürger mit Führerschein haben jetzt die Möglichkeit, sich selbst ans Steuer eines Elektroautos zu setzen und so den Fahrspaß und damit auch die Vorzüge der Elektromobilität zu genießen. Ich hoffe, dass dieses Pilotprojekt in Hessen weitere wichtige Impulse für die Elektromobilität setzt, die derzeit leider noch immer nicht den Stellenwert hat, der ihr eigentlich zusteht. Deshalb unterstützt das Wissenschaftsministerium das Pilotprojekt aus Mitteln unseres Landesprogramms ‚Strom bewegt‘. Unser Ziel ist es, die derzeit umweltfreundlichste Art der motorisierten Fortbewegung nachhaltig zu fördern.“ „Wer als Carsharing-Kunde die Möglichkeit erhält, ein Elektroauto einmal gewissermaßen unverbindlich zu testen, wird sich vermutlich ziemlich rasch von den Vorbehalten verabschieden, die er der E-Mobilität zuvor womöglich entgegengebracht hat. Ein solcher Abbau von Hemmschwellen wäre enorm wichtig – denn gerade in den notorisch belasteten Innenstädten können Elektrofahrzeuge, die weder Abgase noch Lärm verursachen, maßgeblich zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen“, so Möricke.

Mielke wies bei der Einweihung der neuen Ladestation auf deren Lage hin: „Der Standort in der Gartenfeldstraße liegt zentral erreichbar direkt neben der größten book-n-drive-Station in Wiesbaden. Mit dem neuen Angebot machen wir Elektromobilität zum kleinen Preis erlebbar. Wir freuen uns, wenn wir damit das Interesse an Elektromobilität und am Carsharing steigern können. Carsharing schafft bereits heute Platz in Wiesbaden, indem Privat-Pkw gespart werden, ganz gemäß unserem Motto ‚Spielplätze statt Parkplätze‘.“ Gerhard erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass die Verkehrsbetriebe schon seit vielen Jahren eng mit book-n-drive zusammenarbeiten: „Das Prinzip einer ‚integrierten Mobilität‘, bei der sich unterschiedliche Verkehrsmittel nicht als Gegner gegenüberstehen, sondern sich je nach individuellem Kundenbedarf situativ ergänzen können, haben wir uns schon vor langer Zeit auf die Fahnen geschrieben. Es ist also kein Zufall, dass die Inhaber unserer Abonnement-Tickets seit jeher attraktive Preisnachlässe bei book-n-drive erhalten. Diese Rabatte, die den immer häufigeren Verzicht auf die Nutzung des eigenen Privat-Pkws erleichtern, stehen bei uns übrigens in einer Reihe mit zahlreichen anderen Umweltschutzinitiativen: Diese begannen in den 1990er-Jahren mit dem sehr frühzeitigen Einbau von Rußpartikelfiltern in unsere Busse und sind mit der im Frühjahr 2012 erfolgten Indienststellung der europaweit ersten Linienbusse, deren Antriebe die strengen Vorgaben der Euro-VI-Abgasnorm noch vor deren Inkrafttreten erfüllten, längst nicht zu Ende.“ Abschließend griff er die Argumentation von book-n-drive-Geschäftsführer Mielke noch einmal auf: „Die Gartenfeldstraße als räumliche Schnittstelle zwischen lokalen und regionalen Nahverkehrs- sowie Fernverkehrs- und Carsharing-Angeboten eignet sich tatsächlich in idealer Weise für das gemeinsame Vorhaben aller Projektbeteiligten und -förderer, Elektromobilität für einen möglichst großen Nutzerkreis im doppelten Wortsinn ‚erfahrbar‘ zu machen. Für Wiesbadens erste ‚e-Carsharing‘-Ladestation hätte daher kein besserer Standort gefunden werden können.“

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