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Bündnis EnergieWende Wiesbaden-Taunus

10. Forum Erneuerbare Energien im Rheingau-Taunus-Kreis

4. November 2016

Prof. Dr. Claudia Kemfert Chancen der Energiewende für die Region

Am 04.11.2016 findet um 17.00 Uhr in der Brentano-Scheune in Oestrich-Winkel das 10. Forum Erneuerbare Energien im Rheingau-Taunus-Kreis statt. Chancen der Energiewende für die Region lautet der Vortrag von Prof. Dr. Claudia Kemfert.

17.00 Uhr
Einlass

17.30 Uhr
Eröffnung und Grußwort
Burkhard Albers
Landrat des Rheingau-Taunus-Kreises
und Michael Heil
Bürgermeister der Stadt Oestrich-Winkel

18.00 Uhr
Chancen der Energiewende für die Region
Vortrag von Prof. Dr. Claudia Kemfert
Leiterin der Abteilung „Energie, Verkehr,
Umwelt“ am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit der Hertie School of Governance, Berlin

19.00 Uhr
Wie leben wir in der Zukunft?
Moderation Dipl.-Ing. Ronny Meyer
Die Akteure der Modernisierungsoffensive stehen im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Die Hauswende“ an diesem Abend Rede und Antwort.

20.30 Uhr
Ausklang
Mit Gesprächen & Livemusik

Flyer mit dem Programm:

10. Forum Erneuerbare Energien im Rheingau-Taunus-Kreis – Chancen der Energiewende – Prof. Dr. Claudia Kemfert -Flyer.pdf

Plakat:

10. Forum Erneuerbare Energien im Rheingau-Taunus-Kreis – Chancen der Energiewende – Prof. Dr. Claudia Kemfert -Plakat.pdf

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Haben wir zu viel Strom? Wo stehen wir mit der Energiewende? Zukunftsstrategien für Wiesbaden

8. September 2016

Energiewende Wiesbaden Voll Erneuerbar 4. Veranstaltung

Wie könnte der „Zappelstrom“ aus Windenergie und Photovoltaik genutzt werden?
Wie kann ein zeitlicher und räumlicher Ausgleich hergestellt werden?
Welche Potenziale und Nutzungsstrategien bietet die Wiesbadener Energiepolitik?
Welchen Beitrag kann die Dezentrale Kraft/Wärme-Koppelung leisten?

Referenten:

  • Dr. Jutta Braun, Leiterin des Umweltamtes Wiesbaden
  • Ing. Jürgen Sabeder, Klimaschutzagentur Wiesbaden
  • Andrea Graf, Projektleitung Kraft/Wärme-Koppelung BUND Hessen

Eine Veranstaltung vom BUND Wiesbaden gemeinsam mit Rhein/Main voll erneuerbar e.V

 

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Windkraft auf dem Taunuskamm – Behauptungen und Fakten

22. Mai 2016

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Der Verein Rhein/Main VOLL ERNEUERBAR veröffentlicht neues Infoblatt

 

Windkraft auf dem Taunuskamm ist optische Umweltverschmutzung!

Seit Beginn des Projektes Windkraft auf dem Taunuskamm tauchen immer wieder Aussagen auf, die das Vorhaben als gefährlich und riskant, als ungeeignet und kontraproduktiv darstellen. Die Thesen der Windkraftgegner sind oft geschickt mit Fotos unterlegt und klingen in der Regel reißerisch und bedrohlich – und wären sie richtig, dann wäre der Bau von Windkraftanlagen auf dem Taunuskamm in der Tat fragwürdig. Für Laien sind diese Aussagen meist nicht ohne weiteres überprüfbar. Aber, wie bei jeder schlechten Pressemeldung, es bleibt unabhängig vom Wahrheitsgehalt leider immer etwas haften. Wir haben in diesem Infoblatt zehn aktuelle Behauptungen der letzten Monate aufgegriffen und einer kurzen Bewertung unterzogen. Bereits im Jahr 2013 sind wir in der Broschüre „Windkraft für Wiesbaden, Pro und Contra“ ausführlich auf die damals vorgebrachten Argumente der Windkraftgegner eingegangen: (www.voll-erneuerbar.de/windenergie-broschure). Es werden in der nächsten Zeit sicher weitere „Gegenargumente“ auftauchen. Auch diese werden wir mit der gleichen Sorgfalt prüfen und bei Bedarf öffentlich dazu Stellung nehmen.

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Lesen Sie hier die Fakten zu 10 Behauptungen der Windkraftgegner

 

 

 

Windkraft auf dem Taunuskamm – Behauptungen und Fakten als PDF laden

 

 

 

➊. Behauptung:
Mit Windkraftanlagen im Wald opfert man den Naturschutz für fragwürdige ideologische und finanzielle Interessen.
Fakt ist:
Auch auf dem Taunuskamm sind Naturschutz und die Gewinnung von sauberem Strom miteinander vereinbar.
Begründung>>

Die Errichtung von Windkraftanlagen auf dem Taunuskamm ist zweifelsfrei ein Eingriff in die Natur. Er kann aus ökologischer Sicht nur gerechtfertigt werden, wenn die Vorteile die Nachteile überwiegen. Dies ist auf der Hohen Wurzel aus vielerlei Gründen der Fall:

  • Windräder sind derzeit die ökologisch effizienteste Methode, um große Mengen an Strom aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen.
  • Um den Strom der 10 Windkraftanlagen auf der Hohen Wurzel mit Braunkohlekraftwerken zu erzeugen,
    müssten jährlich 90.000 Tonnen Braunkohle verfeuert werden. Über die gesamte Laufzeit der Windkraftanlagen sind dies 1,8 Millionen Tonnen. Diese Menge wird im Tagebau abgebaut, mit katastrophalen Folgen für die Umwelt. Das betrifft nicht nur die dort lebenden Vögel und Säugetiere, sondern auch eine endlose Zahl von Kleinlebewesen.
  • Für alle Windräder auf dem Taunuskamm wird eine Fläche von 3,6 Hektar dauerhaft benötigt. Dies ist wenig im Verhältnis zur Zerstörung ganzer Landstriche durch den Abbau von Öl, Kohle und Gas.
  • Die Windräder helfen, die gravierenden Folgen des Klimawandels abzumildern. Für Wiesbaden wird mit Trockenperioden gefolgt von sintflutartigen Regenfällen, Stürmen oder Waldbränden gerechnet. Dies würde den Taunuskamm mit seiner exponierten Lage besonders hart treffen.
  • Jedes Jahr sterben tausende Menschen an Atemwegs- und Kreislauferkrankungen ausgelöst durch Feinstaub und Stickoxide als Folge der Verbrennung fossiler Stoffe.
  • Mit dem Strom von der Hohen Wurzel werden zukünftig rund 23.000 Drei-Personen-Haushalte in Wiesbaden umweltschonend mit Strom versorgt.
  • Die durch die Windkraftanlagen erzielten Einnahmen kommen der Region zugute, wenn wie geplant eine vor Ort ansässige Gesellschaft (Taunuswind) den Windpark realisiert.
  • Die Windräder auf der Hohen Wurzel sind deshalb bei sorgfältiger Standortwahl und in der Abwägung aller Vor- und Nachteile ein Gewinn für die Stadt Wiesbaden. Sie schützen das Klima und damit auch die Zukunft von Mensch und Natur.
➋. Behauptung:
Die Windkraftanlagen auf dem Taunuskamm sind für die Energieversorgung Wiesbadens nicht notwendig. Die Anlagen bringen wenig und zudem gibt es ohnehin schon zu viel Ökostrom.
Fakt ist:
Ohne die Windkraftanlagen wird die Stadt Wiesbaden ihr Klimaschutzziel verfehlen. Für hessische Verhältnisse ist der Taunuskamm ein ausgezeichneter Windkraftstandort, der gute Erträge verspricht. Es gibt auf absehbare Zeit keinen „Überschuss“ an Ökostrom.
Begründung>>

Die Windkraftanlagen auf dem Taunuskamm werden nicht aus „Jux und Tollerei“ errichtet. Das Vorhaben bringt einen erheblichen Nutzen für den Klimaschutz und ohne die Windkraftanlagen wird die Stadt Wiesbaden ihr Klimaschutzziel verfehlen.
Messungen haben bestätigt, was für diesen Standort auf einem Bergkamm zwischen einer Hochebene und einem Flusstal zu erwarten war: Die Windverhältnisse auf dem Taunuskamm sind außergewöhnlich gut, so dass man hier besonders viel Strom ernten kann. Die zehn Windkraftanlagen werden 80 bis 90 Millionen Kilowattstunden klimaneutralen Strom erzeugen. Das sind 5% des Wiesbadener Stromverbrauchs.
Die immer wieder verbreiteten Meldungen, wonach wir schon zu viel Ökostrom hätten und Deutschland seinen Strom ins Ausland verschenken würde, gehen an der Wirklichkeit vorbei: Wir verschenken nichts und schon gar nicht unseren Ökostrom. Aber Deutschland produziert trotz hohem Anteil an Ökostrom immer noch zu viel Kohlestrom, so dass hiervon große Mengen ins Ausland exportiert werden. Für den verkauften Strom werden jedoch gute Preise erzielt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erwirtschaftet Deutschland einen jährlichen Überschuss von rund 2 Milliarden Euro pro Jahr – allerdings zu Lasten der Umwelt und unserer Gesundheit.

➌. Behauptung:
Der Bau und der Betrieb von Windkraftanlagen auf dem Taunuskamm ist eine hoch-riskante Gefährdung der örtlichen Trinkwasserversorgung.
Fakt ist:
Das Trinkwasser ist weder während der Bauzeit noch während des laufenden Betriebs der Windräder ernsthaft in Gefahr. Dafür sorgen technische Vorkehrungen sowie vorbeugende Maßnahmen.
Begründung>>

Bei jedem Bau kann es zu Unfällen kommen und Schadstoffe, wie z.B. auslaufender Dieselkraftstoff, können in den Boden gelangen. Dies gilt es zu vermeiden bzw. im Schadensfall muss rasch wirksam eingegriffen werden. Nichts anderes gilt auch für Windräder: Wie zahlreiche Beispiele zeigen, können sie sogar in Wasserschutzgebieten der Kategorie II problemlos errichtet und ohne Zwischenfälle betrieben werden.
Der Windkraftbetreiber Taunuswind hat in Zusammenarbeit mit Hessenwasser und externen Gutachtern einen Katalog von Maßnahmen zum Schutz des Grundwassers erarbeitet, der konsequent umgesetzt wird. Dazu gehören sowohl die vorsorgliche Abdichtung der freigelegten Flächen (Fundamente wie Aufstell- und Arbeitsflächen) als auch Vorgaben bei der Auswahl und dem Einsatz der Baufahrzeuge. Selbst in dem sehr unwahrscheinlichen Fall, dass bei einem Unfall geringe Mengen an Schadstoffen die Felsschicht erreichen, würde das Trinkwasser nicht beeinträchtigt. Die Entfernung zu den Stollen ist groß genug, um genügend Zeit für Gegenmaßnahmen zu haben.
In der späteren Betriebsphase ist ein Einsickern von Schadstoffen ins Grundwasser sogar gänzlich auszuschließen. Denn die vorgesehenen Anlagen des Herstellers Enercon sind getriebelos, benötigen also kein Getriebeöl. Selbst bei einem großen Unfall würden nur geringe Mengen an Hydrauliköl und das als Kühlmittel verwendete Glykol in den Erdboden gelangen, was aber im Schadensfall rechtzeitig abgetragen und beseitigt werden könnte.

Abgesehen davon sind auch jetzt laufend Fahrzeuge der Forst- und Jagdwirtschaft im Wald unterwegs.

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