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Bündnis EnergieWende Wiesbaden-Taunus

Reflecta Rethink Your World Filmfestival Wiesbaden Caligari&Heimathafen 2016

23. September 2016

Reflecta Rethink Your World Filmfestival

Refecta kommt nach Wiesbaden!
Die Filme laufen in der wunderschönen Caligari FilmBühne.
Workshops, Debatten, Netzwerken, Pläne-für-die-Zukunft-schmieden sowie gemütliches und ausgelassenes Beisammensein finden im tollen heimathafen Wiesbaden statt.

Festivalprogramm (Filmbühne Caligari & Heimathafen Wiesbaden)

Freitag
18:30 Uhr Eröffnung im Saal und Kurzfilme (Artivist Award Gewinner der Vorjahre) – Caligari FilmBühne

19:30 Tomorrow – Der Film
Mit dem César als Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet, avancierte der Film in den vergangenen Monaten in Frankreich, Belgien und der Schweiz zum Publikumsliebling und inspirierte bisher mehr als eine Million Zuschauer. Er eröffnet das diesjährige Festival und führt uns thematisch durchs Wochenende. In Kooperation mit der Filmreihe Atlantis Update.
Der Film läuft in der Caligari FilmBühne

22:00 Deutschlandpremiere: POVERTY, INC. – Fighting Poverty is Big Business But Who Profits the Most?
Der Film läuft in der Caligari FilmBühne

Samstag

Das Festival bietet ein reichhaltiges Rahmenprogramm:
Werdet aktiv, tauscht Ideen aus oder lernt Wiesbaden mal von einer ganz neuen Seite kennen.

heimathafen Wiesbaden:

Von 11:00 bis 16:00 Uhr stellen Visionäre aus dem Rhein-Main-Gebiet ihre Ideen und Projekte vor, in Workshops habt ihr die Möglichkeit, euer Wissen zu vertiefen und am Ende könnt ihr Netzwerken, was das Zeug hält. Teilt eure Ideen, werdet inspiriert und knüpft wichtige Kontakte zu Förderern, Stiftern und Unterstützern. Daneben locken wir mit Yoga, Siebdruck, vielen Leckereien und Musik.
Eine Auswahl der Teilnehmer_innen:
Florian Sarbas Viva con Agua de Sankt Pauli e.V.
Hans Reitz The Grameen Creative Lab
Mareike Knevels Kitnoir
Michael Weber und Svenja Bickert-Appleby Mysocialcity und http://futureflux.co/
Oliver Wronka von http://www.justus-wiesbaden.de/
Nele Aye Aye Nele Prinz mit ihrer No Plastic Challenge
Tobi Rosswog von living utopia
+info: http://www.reflecta.org/workshops-heimathafen/

Caligari:

15:00 Traumkino der Caligari Filmbühne
DIE FALLE, empfohlen ab 8 Jahren

17:00 Everyday Rebellion
Filmgespräch im Anschluss

20:00 Reflecta ARTIVIST AWARD
Juryvorstellung und Finalisten Artivist Award (ca 110 min)
Gezeigt werden die 10 Finalisten, aus denen von der Jury die Gewinner gewählt wurden. Zudem wird das Publikum im Anschluss den Publikumspreis vergeben. Die Preisverleihung durch die Jury findet im Anschluss statt.
http://www.reflecta.org/bewerbung-artivist-award/
Die Filme läuft in der Caligari FilmBühne

21:30 Publikumsabstimmung
(während der Publikumsabstimmung läuft der Publikumsliebling des Vorjahres) und Preisverleihung

Ab 22:00: Musik und Feiern im heimathafen Wiesbaden
Improtheater
„Rethink your world“ … Dieses Motto inspiriert auch das Wiesbadener Impro Theater „Für Garderobe keine Haftung“ zu seinem Beitrag: Beim „Tag der Entscheidung“ erschaffen die Schauspieler aus den Inspirationen der Zuschauer einen ganz normalen Tag in einem ganz normalen Leben… um ihn dann zu verändern und neu zu entdecken…Was ändert sich, wenn unsere Hauptfigur statt des Autos den Bus zur Arbeit nimmt? Was passiert, wenn er statt in der Kantine im kleinen Straßencafé an der Ecke seine Mittagspause verbringt? Was, wenn er seinem Chef die Meinung sagt, statt seinen Ärger runterzuschlucken?
Rethink your world eben…

Sinu – Singer–songwriter
Momente festgehalten im Gefäß der Musik. Sinu ist ein Singer&Songwriter, der sich durch seine „heart-melting“ Stimme auszeichnet. Handgemachte Musik mit Gänsehautgarantie.

Sonntag

13:00 Visionärer Stadtrundgang geleitet durch Fahrradbotschafter Dirk Vielmeyer.
(Treffpunkt vor dem Caligari)
In Kooperation mit YY Street lernt ihr bei einem visionären Stadtrundgang Wiesbaden ganz anders kennen. Wir enden natürlich pünktlich zur Filmvorstellung vor der Caligari-Filmbühne.

15:00 Traumkino der Caligari Filmbühne
DER JUNGE UND DIE WELT
empfohlen ab 8 Jahren

17:00 Kurzfilmreihe Thema Arbeit/Generation Y
17:30 FROHES SCHAFFEN – Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral

19:30 bis 20:15 Podium: Zukunft der Arbeit
Sascha Eschmann (http://www.sascha-eschmann.de/, http://futureflux.co/de/team/)
Oliver Nachtwey (http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/kapitalismuskritik-was-macht-die-angst-vorm-abstieg-mit-uns-a-1106577.html, https://de.wikipedia.org/wiki/Oliver_Nachtwey)

20:30 Deutschlandpremiere: HUMANO – una cámera, 200 preguntas, un viaje

Stand: August 2016. Das Programm ist offen für mögliche Änderungen.

Ausführliche Infos auf: www.reflecta.org

Reflecta – der Name ist Programm. Mit unseren Festivals möchten wir zum kritischen Nachdenken anregen, das Hinterfragen fördern und Neugierde auf die Welt in all ihrer Vielfalt und Komplexität wecken. Für eine möglichst weiträumige Perspektive lösen wir einzelne Diszipline auf, verknüpfen geografische und soziologische, ökonomische und psychologische Aspekte miteinander – nur so ist es möglich, globale Entwicklungen in ihrer Vielschichtigkeit zu erfassen.

Ein Ziel von Reflecta ist der Schritt von der Theorie in die Praxis. Wir möchten nicht nur informieren und unterhalten, sondern Akteuren eine Plattform bieten, über die sie sich austauschen und vernetzen können. Unsere Besucher erwarten daher neben Filmvorführungen und Konzerten auch Podiumsdiskussionen und
Workshops.

Die thematischen Schwerpunkte sind: Mensch und Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft. Wie wollen wir arbeiten, leben, denken und wie stellen wir uns eine Gesellschaft von morgen vor?

Herzlich eingeladen sind interessierte Menschen jeden Alters. Damit das Festival möglichst vielen offen steht, werden die Eintrittspreise gestaffelt.

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Haben wir zu viel Strom? Wo stehen wir mit der Energiewende? Zukunftsstrategien für Wiesbaden

8. September 2016

Energiewende Wiesbaden Voll Erneuerbar 4. Veranstaltung

Wie könnte der „Zappelstrom“ aus Windenergie und Photovoltaik genutzt werden?
Wie kann ein zeitlicher und räumlicher Ausgleich hergestellt werden?
Welche Potenziale und Nutzungsstrategien bietet die Wiesbadener Energiepolitik?
Welchen Beitrag kann die Dezentrale Kraft/Wärme-Koppelung leisten?

Referenten:

  • Dr. Jutta Braun, Leiterin des Umweltamtes Wiesbaden
  • Ing. Jürgen Sabeder, Klimaschutzagentur Wiesbaden
  • Andrea Graf, Projektleitung Kraft/Wärme-Koppelung BUND Hessen

Eine Veranstaltung vom BUND Wiesbaden gemeinsam mit Rhein/Main voll erneuerbar e.V

 

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Windkraft auf dem Taunuskamm – Behauptungen und Fakten

22. Mai 2016

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Der Verein Rhein/Main VOLL ERNEUERBAR veröffentlicht neues Infoblatt

 

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Lesen Sie hier die Fakten zu 10 Behauptungen der Windkraftgegner

 

 

 

Windkraft auf dem Taunuskamm – Behauptungen und Fakten als PDF laden

 

 

 

➊. Behauptung:
Mit Windkraftanlagen im Wald opfert man den Naturschutz für fragwürdige ideologische und finanzielle Interessen.
Fakt ist:
Auch auf dem Taunuskamm sind Naturschutz und die Gewinnung von sauberem Strom miteinander vereinbar.
Begründung>>

Die Errichtung von Windkraftanlagen auf dem Taunuskamm ist zweifelsfrei ein Eingriff in die Natur. Er kann aus ökologischer Sicht nur gerechtfertigt werden, wenn die Vorteile die Nachteile überwiegen. Dies ist auf der Hohen Wurzel aus vielerlei Gründen der Fall:

  • Windräder sind derzeit die ökologisch effizienteste Methode, um große Mengen an Strom aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen.
  • Um den Strom der 10 Windkraftanlagen auf der Hohen Wurzel mit Braunkohlekraftwerken zu erzeugen,
    müssten jährlich 90.000 Tonnen Braunkohle verfeuert werden. Über die gesamte Laufzeit der Windkraftanlagen sind dies 1,8 Millionen Tonnen. Diese Menge wird im Tagebau abgebaut, mit katastrophalen Folgen für die Umwelt. Das betrifft nicht nur die dort lebenden Vögel und Säugetiere, sondern auch eine endlose Zahl von Kleinlebewesen.
  • Für alle Windräder auf dem Taunuskamm wird eine Fläche von 3,6 Hektar dauerhaft benötigt. Dies ist wenig im Verhältnis zur Zerstörung ganzer Landstriche durch den Abbau von Öl, Kohle und Gas.
  • Die Windräder helfen, die gravierenden Folgen des Klimawandels abzumildern. Für Wiesbaden wird mit Trockenperioden gefolgt von sintflutartigen Regenfällen, Stürmen oder Waldbränden gerechnet. Dies würde den Taunuskamm mit seiner exponierten Lage besonders hart treffen.
  • Jedes Jahr sterben tausende Menschen an Atemwegs- und Kreislauferkrankungen ausgelöst durch Feinstaub und Stickoxide als Folge der Verbrennung fossiler Stoffe.
  • Mit dem Strom von der Hohen Wurzel werden zukünftig rund 23.000 Drei-Personen-Haushalte in Wiesbaden umweltschonend mit Strom versorgt.
  • Die durch die Windkraftanlagen erzielten Einnahmen kommen der Region zugute, wenn wie geplant eine vor Ort ansässige Gesellschaft (Taunuswind) den Windpark realisiert.
  • Die Windräder auf der Hohen Wurzel sind deshalb bei sorgfältiger Standortwahl und in der Abwägung aller Vor- und Nachteile ein Gewinn für die Stadt Wiesbaden. Sie schützen das Klima und damit auch die Zukunft von Mensch und Natur.
➋. Behauptung:
Die Windkraftanlagen auf dem Taunuskamm sind für die Energieversorgung Wiesbadens nicht notwendig. Die Anlagen bringen wenig und zudem gibt es ohnehin schon zu viel Ökostrom.
Fakt ist:
Ohne die Windkraftanlagen wird die Stadt Wiesbaden ihr Klimaschutzziel verfehlen. Für hessische Verhältnisse ist der Taunuskamm ein ausgezeichneter Windkraftstandort, der gute Erträge verspricht. Es gibt auf absehbare Zeit keinen „Überschuss“ an Ökostrom.
Begründung>>

Die Windkraftanlagen auf dem Taunuskamm werden nicht aus „Jux und Tollerei“ errichtet. Das Vorhaben bringt einen erheblichen Nutzen für den Klimaschutz und ohne die Windkraftanlagen wird die Stadt Wiesbaden ihr Klimaschutzziel verfehlen.
Messungen haben bestätigt, was für diesen Standort auf einem Bergkamm zwischen einer Hochebene und einem Flusstal zu erwarten war: Die Windverhältnisse auf dem Taunuskamm sind außergewöhnlich gut, so dass man hier besonders viel Strom ernten kann. Die zehn Windkraftanlagen werden 80 bis 90 Millionen Kilowattstunden klimaneutralen Strom erzeugen. Das sind 5% des Wiesbadener Stromverbrauchs.
Die immer wieder verbreiteten Meldungen, wonach wir schon zu viel Ökostrom hätten und Deutschland seinen Strom ins Ausland verschenken würde, gehen an der Wirklichkeit vorbei: Wir verschenken nichts und schon gar nicht unseren Ökostrom. Aber Deutschland produziert trotz hohem Anteil an Ökostrom immer noch zu viel Kohlestrom, so dass hiervon große Mengen ins Ausland exportiert werden. Für den verkauften Strom werden jedoch gute Preise erzielt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erwirtschaftet Deutschland einen jährlichen Überschuss von rund 2 Milliarden Euro pro Jahr – allerdings zu Lasten der Umwelt und unserer Gesundheit.

➌. Behauptung:
Der Bau und der Betrieb von Windkraftanlagen auf dem Taunuskamm ist eine hoch-riskante Gefährdung der örtlichen Trinkwasserversorgung.
Fakt ist:
Das Trinkwasser ist weder während der Bauzeit noch während des laufenden Betriebs der Windräder ernsthaft in Gefahr. Dafür sorgen technische Vorkehrungen sowie vorbeugende Maßnahmen.
Begründung>>

Bei jedem Bau kann es zu Unfällen kommen und Schadstoffe, wie z.B. auslaufender Dieselkraftstoff, können in den Boden gelangen. Dies gilt es zu vermeiden bzw. im Schadensfall muss rasch wirksam eingegriffen werden. Nichts anderes gilt auch für Windräder: Wie zahlreiche Beispiele zeigen, können sie sogar in Wasserschutzgebieten der Kategorie II problemlos errichtet und ohne Zwischenfälle betrieben werden.
Der Windkraftbetreiber Taunuswind hat in Zusammenarbeit mit Hessenwasser und externen Gutachtern einen Katalog von Maßnahmen zum Schutz des Grundwassers erarbeitet, der konsequent umgesetzt wird. Dazu gehören sowohl die vorsorgliche Abdichtung der freigelegten Flächen (Fundamente wie Aufstell- und Arbeitsflächen) als auch Vorgaben bei der Auswahl und dem Einsatz der Baufahrzeuge. Selbst in dem sehr unwahrscheinlichen Fall, dass bei einem Unfall geringe Mengen an Schadstoffen die Felsschicht erreichen, würde das Trinkwasser nicht beeinträchtigt. Die Entfernung zu den Stollen ist groß genug, um genügend Zeit für Gegenmaßnahmen zu haben.
In der späteren Betriebsphase ist ein Einsickern von Schadstoffen ins Grundwasser sogar gänzlich auszuschließen. Denn die vorgesehenen Anlagen des Herstellers Enercon sind getriebelos, benötigen also kein Getriebeöl. Selbst bei einem großen Unfall würden nur geringe Mengen an Hydrauliköl und das als Kühlmittel verwendete Glykol in den Erdboden gelangen, was aber im Schadensfall rechtzeitig abgetragen und beseitigt werden könnte.

Abgesehen davon sind auch jetzt laufend Fahrzeuge der Forst- und Jagdwirtschaft im Wald unterwegs. Deren Unfallrisiko und die damit verbundenen Gefahren für das Trinkwasser werden gern ausgeblendet. Wären die Gefahren in gleichem Maße gegeben, wie man sie jetzt den Windrädern unterstellt, so wären Pferde und Esel die einzigen, zukünftig erlaubten Transportmittel.

➍. Behauptung:
Taunuswind will den streng geschützten Hainsimsen-Buchenwald im FFH-Gebiet weit über der maximal zulässigen Grenze roden.
Fakt ist:
Kein Windrad wird auf einem Areal mit Hainsimsen-Buchenwald gebaut. Die notwendigen
Rodungen innerhalb des FFH-Gebietes sind äußerst gering.
Begründung>>

Wie man aus der Grafik und den Antragsunterlagen1) zum Vorhaben entnehmen kann, liegen die Windkraftstandorte nicht in dem geschützten Lebensraumtyp Hainsimsen-Buchenwald. Für die Erschließungswege wird innerhalb des FFH-Gebietes lediglich eine Fläche von 145 m² in Anspruch genommen. Die von der Genehmigungsbehörde vorgegebene, maximal zulässige Höchstgrenze von 2.500 m² wird bei weitem eingehalten. Bezogen auf die Gesamtfläche des FFH-Gebietes von insgesamt 4.124 ha (das sind 41,24 Millionen Quadratmeter), ist der Eingriff vernachlässigbar gering.

Hainsimsen-Buchwald-Kartenausschnitt erweiterte Legende1) FFH-Verträglichkeitsprüfung, Kapitel 19, Karte 1, Dokument 19.3.2.1.

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