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Bündnis EnergieWende Wiesbaden-Taunus

Windkraft auf dem Taunuskamm – Behauptungen und Fakten

22. Mai 2016

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Der Verein Rhein/Main VOLL ERNEUERBAR veröffentlicht neues Infoblatt

 

Windkraft auf dem Taunuskamm ist optische Umweltverschmutzung!

Seit Beginn des Projektes Windkraft auf dem Taunuskamm tauchen immer wieder Aussagen auf, die das Vorhaben als gefährlich und riskant, als ungeeignet und kontraproduktiv darstellen. Die Thesen der Windkraftgegner sind oft geschickt mit Fotos unterlegt und klingen in der Regel reißerisch und bedrohlich – und wären sie richtig, dann wäre der Bau von Windkraftanlagen auf dem Taunuskamm in der Tat fragwürdig. Für Laien sind diese Aussagen meist nicht ohne weiteres überprüfbar. Aber, wie bei jeder schlechten Pressemeldung, es bleibt unabhängig vom Wahrheitsgehalt leider immer etwas haften. Wir haben in diesem Infoblatt zehn aktuelle Behauptungen der letzten Monate aufgegriffen und einer kurzen Bewertung unterzogen. Bereits im Jahr 2013 sind wir in der Broschüre „Windkraft für Wiesbaden, Pro und Contra“ ausführlich auf die damals vorgebrachten Argumente der Windkraftgegner eingegangen: (www.voll-erneuerbar.de/windenergie-broschure). Es werden in der nächsten Zeit sicher weitere „Gegenargumente“ auftauchen. Auch diese werden wir mit der gleichen Sorgfalt prüfen und bei Bedarf öffentlich dazu Stellung nehmen.

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Lesen Sie hier die Fakten zu 10 Behauptungen der Windkraftgegner

 

 

 

Windkraft auf dem Taunuskamm – Behauptungen und Fakten als PDF laden

 

 

 

➊. Behauptung:
Mit Windkraftanlagen im Wald opfert man den Naturschutz für fragwürdige ideologische und finanzielle Interessen.
Fakt ist:
Auch auf dem Taunuskamm sind Naturschutz und die Gewinnung von sauberem Strom miteinander vereinbar.
Begründung>>

Die Errichtung von Windkraftanlagen auf dem Taunuskamm ist zweifelsfrei ein Eingriff in die Natur. Er kann aus ökologischer Sicht nur gerechtfertigt werden, wenn die Vorteile die Nachteile überwiegen. Dies ist auf der Hohen Wurzel aus vielerlei Gründen der Fall:

  • Windräder sind derzeit die ökologisch effizienteste Methode, um große Mengen an Strom aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen.
  • Um den Strom der 10 Windkraftanlagen auf der Hohen Wurzel mit Braunkohlekraftwerken zu erzeugen,
    müssten jährlich 90.000 Tonnen Braunkohle verfeuert werden. Über die gesamte Laufzeit der Windkraftanlagen sind dies 1,8 Millionen Tonnen. Diese Menge wird im Tagebau abgebaut, mit katastrophalen Folgen für die Umwelt. Das betrifft nicht nur die dort lebenden Vögel und Säugetiere, sondern auch eine endlose Zahl von Kleinlebewesen.
  • Für alle Windräder auf dem Taunuskamm wird eine Fläche von 3,6 Hektar dauerhaft benötigt. Dies ist wenig im Verhältnis zur Zerstörung ganzer Landstriche durch den Abbau von Öl, Kohle und Gas.
  • Die Windräder helfen, die gravierenden Folgen des Klimawandels abzumildern. Für Wiesbaden wird mit Trockenperioden gefolgt von sintflutartigen Regenfällen, Stürmen oder Waldbränden gerechnet. Dies würde den Taunuskamm mit seiner exponierten Lage besonders hart treffen.
  • Jedes Jahr sterben tausende Menschen an Atemwegs- und Kreislauferkrankungen ausgelöst durch Feinstaub und Stickoxide als Folge der Verbrennung fossiler Stoffe.
  • Mit dem Strom von der Hohen Wurzel werden zukünftig rund 23.000 Drei-Personen-Haushalte in Wiesbaden umweltschonend mit Strom versorgt.
  • Die durch die Windkraftanlagen erzielten Einnahmen kommen der Region zugute, wenn wie geplant eine vor Ort ansässige Gesellschaft (Taunuswind) den Windpark realisiert.
  • Die Windräder auf der Hohen Wurzel sind deshalb bei sorgfältiger Standortwahl und in der Abwägung aller Vor- und Nachteile ein Gewinn für die Stadt Wiesbaden. Sie schützen das Klima und damit auch die Zukunft von Mensch und Natur.
➋. Behauptung:
Die Windkraftanlagen auf dem Taunuskamm sind für die Energieversorgung Wiesbadens nicht notwendig. Die Anlagen bringen wenig und zudem gibt es ohnehin schon zu viel Ökostrom.
Fakt ist:
Ohne die Windkraftanlagen wird die Stadt Wiesbaden ihr Klimaschutzziel verfehlen. Für hessische Verhältnisse ist der Taunuskamm ein ausgezeichneter Windkraftstandort, der gute Erträge verspricht. Es gibt auf absehbare Zeit keinen „Überschuss“ an Ökostrom.
Begründung>>

Die Windkraftanlagen auf dem Taunuskamm werden nicht aus „Jux und Tollerei“ errichtet. Das Vorhaben bringt einen erheblichen Nutzen für den Klimaschutz und ohne die Windkraftanlagen wird die Stadt Wiesbaden ihr Klimaschutzziel verfehlen.
Messungen haben bestätigt, was für diesen Standort auf einem Bergkamm zwischen einer Hochebene und einem Flusstal zu erwarten war: Die Windverhältnisse auf dem Taunuskamm sind außergewöhnlich gut, so dass man hier besonders viel Strom ernten kann. Die zehn Windkraftanlagen werden 80 bis 90 Millionen Kilowattstunden klimaneutralen Strom erzeugen. Das sind 5% des Wiesbadener Stromverbrauchs.
Die immer wieder verbreiteten Meldungen, wonach wir schon zu viel Ökostrom hätten und Deutschland seinen Strom ins Ausland verschenken würde, gehen an der Wirklichkeit vorbei: Wir verschenken nichts und schon gar nicht unseren Ökostrom. Aber Deutschland produziert trotz hohem Anteil an Ökostrom immer noch zu viel Kohlestrom, so dass hiervon große Mengen ins Ausland exportiert werden. Für den verkauften Strom werden jedoch gute Preise erzielt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erwirtschaftet Deutschland einen jährlichen Überschuss von rund 2 Milliarden Euro pro Jahr – allerdings zu Lasten der Umwelt und unserer Gesundheit.

➌. Behauptung:
Der Bau und der Betrieb von Windkraftanlagen auf dem Taunuskamm ist eine hoch-riskante Gefährdung der örtlichen Trinkwasserversorgung.
Fakt ist:
Das Trinkwasser ist weder während der Bauzeit noch während des laufenden Betriebs der Windräder ernsthaft in Gefahr. Dafür sorgen technische Vorkehrungen sowie vorbeugende Maßnahmen.
Begründung>>

Bei jedem Bau kann es zu Unfällen kommen und Schadstoffe, wie z.B. auslaufender Dieselkraftstoff, können in den Boden gelangen. Dies gilt es zu vermeiden bzw. im Schadensfall muss rasch wirksam eingegriffen werden. Nichts anderes gilt auch für Windräder: Wie zahlreiche Beispiele zeigen, können sie sogar in Wasserschutzgebieten der Kategorie II problemlos errichtet und ohne Zwischenfälle betrieben werden.
Der Windkraftbetreiber Taunuswind hat in Zusammenarbeit mit Hessenwasser und externen Gutachtern einen Katalog von Maßnahmen zum Schutz des Grundwassers erarbeitet, der konsequent umgesetzt wird. Dazu gehören sowohl die vorsorgliche Abdichtung der freigelegten Flächen (Fundamente wie Aufstell- und Arbeitsflächen) als auch Vorgaben bei der Auswahl und dem Einsatz der Baufahrzeuge. Selbst in dem sehr unwahrscheinlichen Fall, dass bei einem Unfall geringe Mengen an Schadstoffen die Felsschicht erreichen, würde das Trinkwasser nicht beeinträchtigt. Die Entfernung zu den Stollen ist groß genug, um genügend Zeit für Gegenmaßnahmen zu haben.
In der späteren Betriebsphase ist ein Einsickern von Schadstoffen ins Grundwasser sogar gänzlich auszuschließen. Denn die vorgesehenen Anlagen des Herstellers Enercon sind getriebelos, benötigen also kein Getriebeöl. Selbst bei einem großen Unfall würden nur geringe Mengen an Hydrauliköl und das als Kühlmittel verwendete Glykol in den Erdboden gelangen, was aber im Schadensfall rechtzeitig abgetragen und beseitigt werden könnte.

Abgesehen davon sind auch jetzt laufend Fahrzeuge der Forst- und Jagdwirtschaft im Wald unterwegs.

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Erörterungstermin: Einwendungen gegen den Genehmigungsantrag für den Windpark auf dem Taunuskamm

15. März 2016

Öffentliche Erörterung des Regierungspräsidium Darmstadt  der Einwendungen gegen das Windpark Projekt der ESWE Taunuswind GmbH auf dem Taunuskamm (Hohe Wurzel)

Die Öffentlichkeit und mehr als 30 Behörden hatten bis Anfang Januar 2016 Gelegenheit, ihre Stellungnahmen zum Antrag auf Genehmigung des Windparks Hohe Wurzel abzugeben. Jetzt liegen sie der Genehmigungsbehörde, dem Regierungspräsidium Darmstadt vor.

Zur Einsicht für die Öffentlichkeit lagen die Antragsunterlagen der ESWE Taunuswind in 16 Gemeinden mit mehr als 668.000 Einwohnern aus. Zusätzlich wurden sie auf der Internetseite der ESWE Taunuswind veröffentlicht. Trotzdem gingen beim Regierungspräsidium nur 402 Einwendungen ein. Und von diesen waren 89 Prozent durch einen „Einwendungsgenerator“ im Internet erstellt worden.
Am 15. März 2016 beginnt nun die von der Genehmigungsbehörde angesetzte öffentliche Erörterung der Einwendungen im Bürgerhaus Kostheim (Herrenstraße 17 / Winterstraße 20, 55246 Mainz-Kostheim). Start ist um 10Uhr. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen. Der Termin wird dem Regierungspräsidium ein Gesamtbild der Pro- und Contra-Argumente für seine Abwägung und Entscheidung zum Windpark-Antrag geben.

Interview mit Ulrich Schneider, Geschäftsführer von Taunuswind im Wiesbadener Kurier zu den Einwendungen und deren Chancen:
Windpark: „Wir stehen voll und ganz dahinter“ – Taunuswind-Geschäftsführer optimistisch

Pressemitteilung Taunuswind: Positive Zwischenbilanz zum Windkraftprojekt Taunuskamm

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Windpark auf dem Taunuskamm: letzte Gelegenheit, Einfluss auf das Genehmigungsverfahren beim RP zu nehmen

14. März 2016

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Im Bürgerhaus in der Winterstraße werden auf Einladung des Regierungspräsidiums Darmstadt (RP) zwei Tage lang alle Argumente für und wider den geplanten Bau der zehn Windanlagen noch einmal ausführlich öffentlich ausgetauscht. Für die Windparkgegner ist es die letzte Gelegenheit, Einfluss auf das Genehmigungsverfahren beim RP zu nehmen.  Wiesbadener Tagblatt:
Windpark auf dem Taunuskamm: Diskussionsrunde in Kostheim am 15. und 16. März

Zur Veranstaltung >>

Interview mit Ulrich Schneider, Geschäftsführer von Taunuswind im Wiesbadener Kurier zu den Einwendungen und deren Chancen:
Windpark: „Wir stehen voll und ganz dahinter“ – Taunuswind-Geschäftsführer optimistisch

Pressemitteilung Taunuswind: Positive Zwischenbilanz zum Windkraftprojekt Taunuskamm

 

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