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Bündnis EnergieWende Wiesbaden-Taunus

„Unsinnig und ein reines Prestigeprojekt“ – Bürgerbegehren Windkraft

Eine Stellungnahme zum Artikel „Unsinnig und ein reines Prestigeprojekt“  –  BLW, FDP und Bürgerinitiative „Rettet den Taunuskamm“ beginnen Bürgerbegehren / 6400 Unterschriften werden benötigt, Wiesbadener Kurier 06.09.14

Dr. Hanjo Hubitsch
BUND Wiesbaden

Sehr geehrte  Redaktion,

Bei soviel dreisten Behauptungen  und Polemik wie in der Presseerklärung der  sog. Taunus-Retter bleibt kurzfristig die Luft weg. Aber wie auch nach einer kurzen Flaute auf den Taunushöhen kommt mit der Wut auch der starke Wind der Argumente wieder: Wo bleibt das Lebensbedürfnis künftiger Generationen?
Der beginnende Klimawandel hat in diesem Sommer in der Region sehr eindrucksvolle Proben mit   Starkregen und zerstörerischen Stürmen abgeliefert. Noch immer wird mit gewaltigem Aufwand an der Reparatur der Schäden gearbeitet. Ohne einen Hinweis darauf sorgen sich FDP und Bürgerliste bei Errichtung von 10 Windrädern um städtisches Vermögen und warnen vor den wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Windkraft?
Mit der Energieausbeute dieser Anlagen wird umweltfreundlich Strom für mindestens 20.000 Haushalte bereitgestellt! Gratisstrom lokal einzusammeln ist wirtschafts- und sozialpolitisch das Beste, was die Stadt zur Daseinsvorsorge für ihre Bürger tun kann!
Die möglichen Gefahren für Vogelflug, Fledermäuse und Wasservorkommen werden lt. gesetzlichen Vorgaben noch vor der Genehmigung genau geprüft. Jeder Kilometer Autobahn oder auch Umgehungsstraße in freier Landschaft zerstört  ein Vielfaches an Natur! Am 100 m. hohen Fernmeldeturm auf der hohen Wurzel (wer regt sich eigentlich darüber auf?) hängt seit Jahren ein Windmessgerät,  das sicher genau Auskunft über die Windhöfigkeit geben kann – soll die Telekom nur ihr Geheimnis lüften!

Wer im Namen des Naturschutzes gegen Windräder mobilisiert, entdeckt die Ökologie oft erst dann, wenn  sein Blickfeld gestört, der Wert seines Grundstücks mit dem großen Auto in der Garage bedroht scheint.
Die ästhetischen Bedürfnisse wandeln sich – besonders in den Gegenden, wo jetzt schon Windräder stehen, steigt die Zustimmung der Anwohner. Ihr Nutzen für den Klimaschutz ist enorm, der Umweltschaden minimal.
Deshalb hat der BUND KV Wiesbaden  auch die Notwendigkeit von Windkraft auf der Hohen Wurzel akzeptiert,wenn alle gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen die Genehmigung ermöglichen.

Viele Grüße
Hanjo Hubitsch

siehe auch „BUND: Strom für mindestens 20.000 Haushalte“ im WK:

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